Die Beantragung einer Privaten Krankenversicherung mit Asthma ist schwierig, je nach Krankenversicherer aber möglich!

PKV Private Krankenversicherung Asthma
Gliederung Artikel Private Krankenversicherung zum Thema Asthma
- Muss Asthma immer bei den Gesundheitsfragen zur Privaten Krankenversicherung (PKV) angegeben werden, auch wenn schon seit Jahren keine Symptome mehr bestehen?
- Was ist Asthma?
- Was passiert bei Asthma?
- Was sind die wichtigsten Asthma-Typen beim Antrag zur Privaten Krankenversicherung (PKV)?
- Wie wird Asthma behandelt? Diese Kosten sind ausschlaggebend für die Kalkulation der Privaten Krankenversicherung.
- Unterscheidung der Asthmaformen in der Privaten Krankenversicherung (PKV)
- Besonderheiten in der Asthmatherapie in der Privaten Krankenversicherung (PKV)
- Unsere Anfrage an die Privaten Krankenversicherer (PKV) zu Asthma lautete:
- Das Ergebnis unserer PKV Anfrage Asthma bei den Krankenversicherern lautet:
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Muss Asthma immer bei den Gesundheitsfragen zur Privaten Krankenversicherung (PKV) angegeben werden, auch wenn schon seit Jahren keine Symptome mehr bestehen?
Aus unserer Sicht ist die Frage klar mit „Ja“ zu beantworten. Alle Privaten -Krankenversicherer haben eine Chronikerfrage in den Gesundheitsfragen.
Dies könnte z. B. wie folgt lauten:
Auch wenn diese Frage erst einmal danach aussieht, dass nur drei Jahre abgefragt werden, bezieht sie sich auf das gesamte Leben.
Ist Asthma eine chronische, damit lebenslange Erkrankung?
✅ Ja, Asthma ist eine chronische Erkrankung.
Das bedeutet:
- Asthma begleitet die Betroffenen in der Regel lebenslang (es ist keine vorübergehende Krankheit).
- Es ist gekennzeichnet durch eine dauerhafte Entzündung der Atemwege und eine überempfindliche Bronchialschleimhaut.
- Die Beschwerden treten anfallsartig auf (Husten, pfeifende Atmung, Engegefühl in der Brust, Luftnot), können aber in beschwerdefreien Phasen auch völlig fehlen.
In der Privaten Krankenversicherung (PKV) wird Asthma von den PKV-Versicherern unterschiedlich bewertet.
Aus dem Grund widmen wir uns erst einmal der Frage, was ist Asthma und welche Formen gibt es?
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Was ist Asthma?
Asthma ist eine chronische entzündliche Erkrankung der Atemwege, bei der die Bronchien (Luftwege) dauerhaft überempfindlich sind und sich leicht verengen.
Was passiert bei Asthma?
Die Schleimhaut der Bronchien ist:
entzündet → sie schwillt an.
bildet vermehrt zähen Schleim.
die Muskeln um die Bronchien ziehen sich zusammen (Bronchospasmus).
- Dadurch werden die Atemwege enger, und die Luft strömt schwerer ein und aus.
Typische Symptome
- Husten (oft nachts oder frühmorgens)
- Pfeifende Atmung (Giemen)
- Engegefühl in der Brust
- Atemnot (besonders bei Belastung oder Kontakt mit Auslösern)
Was sind die wichtigsten Asthma-Typen beim Antrag zur Privaten Krankenversicherung (PKV)?
1. Allergisches Asthma (extrinsisches Asthma)
- Ursache: Allergene wie Pollen, Tierhaare, Hausstaubmilben, Schimmelpilze.
- Häufigkeit: Am weitesten verbreitet, vor allem bei Kindern und Jugendlichen.
- Begleiterkrankungen: Oft mit Heuschnupfen oder Neurodermitis verbunden.
- Behandlung: Allergenvermeidung, Antiallergika, inhalative Kortikosteroide.
2. Nicht-allergisches Asthma (intrinsisches Asthma)
- Ursache: Nicht durch Allergene ausgelöst. Häufig durch Infekte (z. B. virale Atemwegsinfekte), Reizstoffe (z. B. Rauch, kalte Luft), Medikamente (z. B. ASS).
- Häufigkeit: Häufiger bei Erwachsenen, insbesondere ab dem mittleren Alter.
- Behandlung: Entzündungshemmende Medikamente, Bronchodilatatoren.
3. Anstrengungsinduziertes Asthma (Belastungsasthma)
- Ursache: Körperliche Belastung, besonders bei kalter, trockener Luft.
- Merkmale: Atemnot meist kurz nach oder während der Belastung.
- Besonderheit: Kann bei ansonsten gesunden Menschen auftreten.
- Behandlung: Aufwärmen, inhalative Beta-2-Mimetika vor dem Sport.
4. Berufsasthma
- Ursache: Bestimmte Stoffe am Arbeitsplatz (z. B. Chemikalien, Mehlstaub, Schweißrauch).
- Erkennung: Symptome verbessern sich oft im Urlaub oder an arbeitsfreien Tagen.
- Behandlung: Meiden des auslösenden Stoffes, ggf. Berufswechsel.
5. Aspirin-induziertes Asthma (ASS-Asthma)
- Ursache: Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Aspirin, Ibuprofen, Diclofenac.
- Symptome: Asthmaanfälle nach Einnahme solcher Medikamente, oft verbunden mit Nasenpolypen.
- Therapie: Vermeidung der Auslöser, alternative Schmerzmittel.
6. Cough-variant Asthma (Husten-Asthma)
- Merkmal: Chronischer Reizhusten ist Hauptsymptom, ohne klassische Atemnot.
- Diagnose: Schwierig, da Husten viele Ursachen haben kann.
- Behandlung: Wie bei anderen Asthmaformen, gute Ansprechbarkeit auf Asthmamedikamente.
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Wie wird Asthma behandelt? Diese Kosten sind ausschlaggebend für die Kalkulation der Privaten Krankenversicherung.
Die Asthma-Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad, der Ursache (allergisch/nicht-allergisch) und dem Ziel, die Entzündung der Atemwege zu kontrollieren und Anfälle zu vermeiden. Hier ist ein Überblick:
1. Behandlungssäulen
a) Vermeidung von Auslösern (Triggerkontrolle)
- Allergenkarenz: z. B. Hausstaubmilben meiden, Luftfilter, Tierhaare vermeiden.
- Meidung von Rauch, Kälte, starker Luftverschmutzung.
- Beim berufsbedingten Asthma ggf. Arbeitsplatzwechsel.
b) Medikamentöse Therapie
Asthma-Medikamente werden in zwei Hauptgruppen eingeteilt:
Dauertherapie (Controller)
- Ziel: Entzündung reduzieren, Langzeitkontrolle der Erkrankung.
- Wirkstoffe:
- Inhalative Kortikosteroide (ICS) → z. B. Budesonid, Beclometason.
- „Basistherapie“ bei allen Formen von Asthma.
- Langwirksame Beta-2-Agonisten (LABA) → z. B. Salmeterol, Formoterol.
- Nur in Kombination mit ICS anwenden.
- Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten (z. B. Montelukast) → besonders bei allergischem Asthma.
- Biologika (z. B. Omalizumab, Mepolizumab) → bei schwerem Asthma.
- Inhalative Kortikosteroide (ICS) → z. B. Budesonid, Beclometason.
Bedarfsmedikation (Reliever)
- Ziel: Akut Beschwerden lindern, Bronchien erweitern.
- Wirkstoffe:
- Kurz wirksame Beta-2-Agonisten (SABA) → z. B. Salbutamol (Notfallspray).
- Anticholinergika → z. B. Ipratropiumbromid.
c) Nicht medikamentöse Maßnahmen
- Patientenschulung (Asthmaschulung): Umgang mit Inhalatoren, Erkennen von Frühwarnzeichen.
- Atemphysiotherapie (z. B. Lippenbremse-Technik).
- Körperliches Training (bei kontrolliertem Asthma).
- Hyposensibilisierung (bei allergischem Asthma).
2. Akuttherapie bei Asthma-Anfall
- 1. Schritt: Notfallspray (SABA) einatmen.
- 2. Schritt: Sitzen, Oberkörper aufstützen, beruhigen, Lippenbremse.
- 3. Schritt: Falls keine Besserung → Notarzt (112) rufen.
3. Stufentherapie (nach Schweregrad)
Stufe | Schweregrad | Therapie |
|---|---|---|
1 | Gelegentliche Beschwerden | Bedarfsmedikation (SABA bei Bedarf). |
2 | Leicht persistierend | Niedrig dosiertes ICS + SABA. |
3 | Mäßig persistierend | ICS + LABA (Kombi-Inhalator). |
4 | Schwer persistierend | Höher dosiertes ICS + LABA + ggf. Biologika. |
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Unterscheidung der Asthmaformen in der Privaten Krankenversicherung (PKV)
Asthma-Typ | Hauptmerkmale | Typische Auslöser | Diagnosehinweise |
|---|---|---|---|
Allergisches Asthma | Häufig in Kindheit, oft mit Heuschnupfen | Pollen, Hausstaub, Tierhaare | Allergietest (Pricktest, IgE), positiver Ansprechtest auf Allergene |
Nicht-allergisches Asthma | Beginnt meist im Erwachsenenalter, oft ohne Allergien | Infekte, Reizstoffe, Medikamente | Keine Allergien nachweisbar, Symptome unabhängig von Jahreszeit |
Belastungsasthma | Husten, Engegefühl oder Luftnot bei/an Sport | Körperliche Anstrengung (bes. in Kälte) | Lungenfunktionstest vor und nach Belastung (z. B. Laufband) |
Berufsasthma | Beschwerden bessern sich im Urlaub/Feierabend | Arbeitsplatzstoffe (Mehlstaub, Lacke etc.) | Arbeitsplatzanamnese, evtl. Provokationstest am Arbeitsplatz |
Aspirin-Asthma | Asthmaanfälle nach Schmerzmitteleinnahme | ASS, Ibuprofen, Diclofenac | Nasenpolypen + Unverträglichkeit NSAR + Asthma → typische Trias |
Husten-Asthma | Hartnäckiger Reizhusten ohne Atemnot oder pfeifende Atmung | Unspezifisch (ähnlich wie andere Asthmaformen) | Ausschlussdiagnose, Verbesserung durch Asthmamedikation |
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Besonderheiten in der Asthmatherapie in der Privaten Krankenversicherung (PKV)
Asthma-Typ | Besondere Therapieaspekte |
|---|---|
Allergisches Asthma | Allergenvermeidung, evtl. spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) |
Nicht-allergisches | Konsequente Inhalationstherapie (Kortikosteroide + ggf. LABA), Behandlung von Infekten |
Belastungsasthma | Inhalation eines kurzwirksamen Beta-2-Mimetikums (z. B. Salbutamol) 10–15 Minuten vor Sport |
Berufsasthma | Expositionsvermeidung entscheidend – ggf. Arbeitsplatzwechsel, evtl. Berufskrankheit melden |
Aspirin-Asthma | NSAR konsequent meiden, ggf. Desensibilisierung, antileukotriene Medikamente hilfreich |
Husten-Asthma | Reaktion auf ICS (inhalative Kortikosteroide) bestätigen die Diagnose, Ausschluss anderer Ursachen nötig |
Unsere Anfrage an die Privaten Krankenversicherer (PKV) zu Asthma lautete:
"Männlich 15.08.1995
185 cm
83 kg
Consultant, Angestellt
80.000 Euro br. p.a.
- leichter Heuschnupfen gegen Gräser und Frühblüher - leichtes Nase kribbeln, kein Fliesschnupfen, sehr selten leichtes Augenjucken, keinerlei Atembeeinträchtigung keine Medikamente
- Desensibilisierung - Aktuell wird eine Desensibilisierung von 10/23-10/25 mit folgendem Medikament durchgeführt: „GRAZAX® 75.000 SQ®-T“
- Ist der Mandant bei Ihnen Versicherbar?
- Wenn ja, zu welchen Konditionen
- Normal?
- Zuschlag?
- Ausschluss?
- Wie ist der Ausschluss definiert.
- Werden nur die Medikamente,
- die Behandlung
- oder ggf. auch Folgebehandlungen bei einem anaphylaktischen Schock wegen der Desensibilisierung ausgeschlossen?"
- Wie ist der Ausschluss definiert.
- Wenn ja, zu welchen Konditionen
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Das Ergebnis unserer PKV Anfrage Astmah bei den Krankenversicherern lautet:



















