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Krankenvollversicherung

Um eine Krankenvollversicherung abzuschließen, müssen staatliche Voraussetzungen erfüllt sein

Warum sind wir der richtige Ansprechpartner?

  • Wir haben uns seit dem Jahr 2001 auf diesen Bereich spezialisiert
  • Wir kennen die Probleme, die bei der Beantragung der Versicherung entstehen können
  • Wir bieten im Vorfeld anonyme Risikovoranfragen
  • Wir bieten einen Marktvergleich der sich unter anderem mit folgenden Themen beschäftigt:
    • Reicht ein Preisvergleich zwischen GKV und PKV zur Entscheidungsfindung?
    • Wo entwickeln sich die Krankenversicherungssysteme in Zukunft hin?
    • Wie funktioniert die Beitragskalkulation?
    • Sind die Beiträge im Alter bezahlbar?
    • Wie entwickeln sich die Beiträge bei Familiengründung?
    • Welche Leistungen sind wirklich wichtig?
      • Sind es wirklich Brille, Zahn oder das Einbettzimmer?

Ich wünsche eine Beratung, gerne auch als Onlineberatung, in den folgenden Bereichen:

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Das Gesundheitswesen in Deutschland ist ein milliardenschwerer Markt. Ärzte, Zahnärzte, Arzneimittelhersteller und Apotheken, Krankenhäuser und Sanatorien, Heil- und Hilfsmittelanbieter und viele mehr bemühen sich, die Gesundheit der Bevölkerung zu erhalten oder wieder herzustellen. Der Bruch des deutschen Gesundheitssystems mit seinen zwei tragenden Säulen – der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung – gibt den Bürgern grundsätzlich die Sicherheit, im Krankheitsfall behandelt zu werden. Das gegliederte System Deutschlands ist in Europa die Ausnahme. Zwei Systeme, die einerseits ergänzende, andererseits aber auch ersetzende Funktionen haben. Diese Gegensätze bieten interessante Optionen bei der Wahl des Versicherungsschutzes.

Hierbei sollen folgende Punkte näher beleuchtet werden:

Funktionsweise von privater und gesetzlicher Krankenversicherung

Finanzierung der sogenannten Alterslast 

Leistungsunterschiede durch rechtliche Grundlagen

Art der Leistungserbringung

Kriterien für einen Wechsel von der GKV zur PKV

Funktionsweise von privater und gesetzlicher Krankenversicherung

Die Funktionsweise von privaten Krankenversicherungen und gesetzlichen Krankenkassen ergibt sich aus deren unterschiedlichen rechtlichen Grundlagen.

Für die gesetzlichen Krankenkassen gilt das Solidaritätsprinzip. Ihre Beiträge werden grundsätzlich bis zur Beitragsbemessungsgrenze in Abhängigkeit vom Arbeitsentgelt und bei freiwillig Versicherten von der gesamten wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit bemessen, und zwar ohne Berücksichtigung von Risikofaktoren und differenzierten Leistungen.

Für die privaten Krankenversicherungen ist die Eigenvorsorge auf der Basis des Äquivalenzprinzips maßgebend. Dies bedeutet eine risikogerechte Beitragskalkulation, die vom Eintrittsalter und Gesundheitszustand bei Vertragsschluss abhängig ist sowie vom gewünschten Umfang des Versicherungsschutzes.

Finanzierung der sogenannten Alterslast

Ein weiterer wesentlicher Unterschied liegt in der Finanzierung der sogenannten Alterslast. Die privaten Krankenversicherungen sorgen durch Rückstellungen für das Alter des Einzelnen vor (Kapitaldeckungsverfahren). Dies wird auch als Anwartschaftsdeckungsverfahren bezeichnet. Die Beitragseinnahmen werden nur zum Teil als Leistungen ausgegeben. Ein Beitragsanteil wird zur Bildung einer Rückstellung für das im Alter höhere Risiko verwandt. Es entsteht ein Kapitalstock.

In der gesetzlichen Krankenkasse werden die Mehrkosten im Alter durch die Beiträge der jüngeren Generation abgedeckt (Umlageverfahren). Hier werden die Beitragseinnahmen umgehend als Leistungen ausgegeben. Es werden keine Rückstellungen gebildet.

In einer älter werdenden Gesellschaft, in der immer weniger junge Personen mit entsprechendem Einkommen nachwachsen, können steigende Gesundheitskosten, die sich insbesondere im Alter auswirken, durch die gesetzliche Krankenversicherung nicht ohne Beitragssatzsteigerungen, Steigerung der Bemessungsgrenze oder Reformen mit entsprechenden Leistungsreduzierungen aufgefangen werden. 

So ist die Situation heute (2019): Wir haben viele Beitragszahler und wenig Leistungsbezieher.

So ist die Situation wenn die heutigen Beitragszahler in Rente gehen (2050): Wir haben wenig Beitragszahler und viele Leistungsbezieher.

Die für die Beitragszahlung im Umlageverfahren so wichtige Gruppe der 20-60 jährigen schrumpft. Die besonders teure Gruppe der Senioren wächst.

Schon in der Vergangenheit hat dies zu deutlichen Beitragssteigerungen geführt. Die Leistungskürzungen im Bereich Zahnersatz, Praxisgebühr, Zuzahlungen,… sind in den hier aufgeführten Steigerung nicht berücksichtigt. Die durchschnittliche Beitragssteigerung für den Höchstbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung betrug von 1970 bis 2019 über 6% p.a.. Der Höchstbeitrag inkl. Pflege und Zusatzbeitrag stieg von ca. 50 Euro in dieser Zeit auf knappe 1.000 Euro monatlich. 

Das Finanzierungsverfahren der privaten Krankenversicherungen, das sogenannte Anwartschaftsdeckungsverfahren, ist gegenüber demografischen Veränderungen weitgehend robust.

In jedem Versichertenjahrgang werden in der Anfangszeit Altersreserven angespart und verzinslich angelegt. Diese werden im Alter zur Finanzierung der steigenden Krankheitskosten zur Verfügung gestellt. Die privaten Krankenversicherungen haben somit durch die Kapitaldeckung für den demografischen Wandel vorgesorgt. Die private Krankenversicherung braucht nicht zwingend Zugänge von jungen Kunden.

Wichtig ist, dass der Beitrag solide kalkuliert ist, da sonst das System der Altersrückstellungen nicht funktioniert. Wenn zu wenig Geld in der Sparphase zurückgelegt wird, fehlen die Rückstellungen im Alter. Dort steigen die Krankheitskosten überproportional. Eine solide Beitragssteigerung liegt bei ca. 5% pro Jahr. Diese wird durch Inflation, steigende Lebenserwartung, medizinischen Fortschritt, neue Krankheiten,… verursacht. Bei einer zu preiswert kalkulierten privaten Krankenversicherung führt dies mit hoher Wahrscheinlichkeit zu nicht kalkulierbaren Beitragssteigerungen im Laufe der Vertragszeit und eventuell zu schwer bezahlbaren Beiträgen im Alter.

Als Angestellter erhalten Sie in der Rentenphase einen Zuschuss aus der Rentenkasse zu Ihrer privaten Krankenversicherung. Sollte Ihnen der Beitrag für Ihren Toptarif zu hoch sein können Sie immer auf einen mit der GKV vergleichbaren Tarif wechseln. In der anhängenden Grafik erkennen Sie die daraus resultierenden Beiträge. Es besteht somit kein Grund Angst vor den hohen Beiträgen in der Rentenphase zu haben.

Leistungsunterschiede durch rechtliche Grundlagen

Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung werden vom Gesetzgeber vorgegeben. Hier gilt das Wirtschaftlichkeitsgebot (§12 SGB V).

Wirtschaftlichkeitsgebot

(1) Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen, die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen die Leistungserbringer nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen.

ausreichend   = Note 4

zweckmäßig   = einfachste Ausführung

wirtschaftlich = billig

notwendig      = unumgänglich

(2) Ist für eine Leistung ein Festbetrag festgesetzt, erfüllt die Krankenkasse ihre Leistungspflicht mit dem Festbetrag.

(3) Hat die Krankenkasse Leistungen ohne Rechtsgrundlage oder entgegen geltenden Recht erbracht und hat ein Vorstandsmitglied hiervon gewusst oder hätte es hiervon wissen müssen, hat die zuständige Aufsichtsbehörde nach Anhörung des Vorstandsmitglieds den Verwaltungsrat zu veranlassen, das Vorstandsmitglied auf Ersatz des aus der Pflichtverletzung entstandenen Schadens in Anspruch zu nehmen, falls der Verwaltungsrat das Regressverfahren nicht bereits von sich aus eingeleitet hat.

Die Gesetzesänderungen, welche meist Leistungskürzungen sind kann man dem Anhang entnehmen.

Bei den privaten Krankenversicherungen gibt es Vertragssicherheit, es kann vom Top Versicherungsschutz bis zum Desaster alles vereinbart werden. Somit kann man sich deutlich besser oder auch schlechter als in der gesetzlichen Krankenversicherung versichern.

Zur Entscheidung in welchem System man versichert sein möchte wird häufig nur ein direkter Beitragsvergleich herangezogen. Das Ziel ist es meist in der Privaten Krankenversicherung günstiger versichert zu sein als in der Gesetzlichen. Dieser reine Beitragsvergleich ist jedoch zu kurz gedacht. Schon heute leisten gute Private Krankenversicherungen deutlich umfangreicher als die Gesetzliche Krankenversicherung. Dieser Unterschied wird deutlich, wenn man die Gesetzliche Krankenversicherung auf Kostenerstattung umstellt. Ab diesem Tag der Umstellung wird man beim Arzt wie ein Privatpatient behandelt. Um jedoch die hierbei zusätzlichen anfallenden Kosten begleichen zu können sollte man einen passenden Zusatztarif abschließen. Erst wenn man jetzt die Preise nebeneinander hält hat man eine Chance ähnliche Leistungen mit Beiträgen zu vergleichen. Wichtig ist hierbei auch die Betrachtung wie viel von dem Beitrag vom Versicherten selbst getragen werden muss und wie viel der Arbeitgeber übernimmt. Hier stellt aus Sicht des Preises die Frage für den Single, ob die Gesetzliche Krankenversicherung mit allen ihren Risiken überhaupt eine Alternative zur Privaten Krankenversicherung ist und in Zukunft sein kann?

Viele Versicherungsnehmer sind in Sorge, dass ihr Versicherungsschutz in der Privaten Krankenversicherung reduziert werden könnte und dass die Beiträge laufend steigen, so dass sie sich ihren Privatversicherungsschutz im Alter, wenn er besonders wichtig ist, nicht mehr leisten können. Überraschenderweise glauben viele auch, dass private Versicherungsverträge bei längerer Krankheit von Seiten des Unternehmens gekündigt werden können (Aussteuerung). Alle diese Bedenken sind durch die folgenden Regelungen ausgeräumt. Nur die Gesetzliche Krankenversicherung kann und wird in Zukunft Leistungen in ihrem Schutz ändern und kürzen:

• Ausschluss von Kündigungen

(§§ 257 Abs. 2 a SGB V, 178 i VVG,14 MB/KK, 14 MB/KT)

• Verbot von Leistungsreduzierungen

(§§ 178 g VVG i. V. m. 18 MB/KK, MB/KT, MB/PPV, 8 b MB/KK)

• Schutz und Vorsorge vor überproportionalen Beitragssteigerungen

(§§ 12 a und b VAG, 178 f und g VVG, KalV)

Die Art der Leistungserbringung ist ebenfalls verschieden.

Die gesetzlichen Krankenkassen arbeiten überwiegend nach dem Sachleistungsprinzip. Die privaten Krankenversicherungen regulieren grundsätzlich nach dem Prinzip der Kostenerstattung.

Das Sachleistungsprinzip bedeutet, dass der Versicherte im Krankheitsfall die Leistungen eines zugelassenen Arztes, eines Krankenhauses oder auch eines sonstigen Leistungserbringers direkt in Anspruch nehmen kann, ohne hierfür selbst zahlen zu müssen. Der Patient ist kein Vertragspartner des Arztes, sondern er wird im Auftrag seiner Krankenkasse versorgt. Eine Ausnahme vom Sachleistungsprinzip bilden in den gesetzlichen Krankenkassen die vom Versicherten zu tragenden Zahnersatzkosten.

Der Privatpatient hingegen schließt mit seinem Arzt bzw. sonstigen Leistungserbringern direkt einen Vertrag ab und wird dem Leistungserbringer gegenüber zahlungspflichtig. Im Verhältnis zu seinem Versicherer hat er dann Anspruch auf Erstattung der entstandenen Kosten. Der Privatpatient geht somit meist in Vorleistung. Bei größeren Behandlungen ist es jedoch üblich, dass der Arzt oder das Krankenhaus direkt mit der privaten Krankenversicherung abrechnen darf.

gesetzliche Krankenkassen / private Krankenversicherungen im Vergleich

 

GKV

PKV

Aufsicht

Bundesversicherungsamt

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin)

Rechtliche Grundlagen

  • Sozialgesetzbuch (SGB)
  • Reichsversicherungsordnung (RVO)
  • Satzung der jeweiligen Krankenkasse

 

  • Handelsgesetzbuch (HGB)
  • Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
  • Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG)
  • Versicherungsvertragsgesetz (VVG)
  • Allgemeine Versicherungsbedingungen (AVB)
  • spezielle Vereinbarungen (Klauseln)

Rechtsform

rechtsfähige Körperschaften des öffentlichen Rechts

 

Wirtschaftsunternehmen in der Rechtsform

  • AG
  • VVaG
  • öffentlich-rechtliche Versicherungsanstalt

Mitgliedschaft/ versicherter Personenkreis

  • Pflichtversicherte (kraft Gesetzes):

Arbeitnehmer bis zur Versicherungs­pflichtgrenze einschließlich Auszubil­dende, Arbeitslose, Rentner etc.

  • Freiwillig Versicherte (kraft gesetzlicher Regelungen)
  • Zusatzversicherte: Freiwillig (kraft Vertrages)
    alle in der GKV versicherten Personen
  • Vollversicherte:

- Freiwillig (kraft Vertrages)
- Selbstständige, Freiberufler

- Beamte (ergänzend zur Beihilfe),

- Arbeitnehmer, deren Einkommen 1 Jahr über der

  Versicherungspflichtgrenze liegt,
- von der Versicherungspflicht befreite Arbeitnehmer

Beiträge

einkommensabhängig,
sie richten sich nach dem Einkommen des Versicherten (bis max. zur Beitragsbemessungsgrenze) und nach dem einheitlichen Beitragssatz
(Solidaritätsprinzip)

individuell,
sie richten sich nach Eintrittsalter, Geschlecht, Gesundheitszustand
und dem gewünschten Versicherungsschutz

(Äquivalenzprinzip)

Leistungen

Sachleistungsprinzip (SGB V, § 13 Abs. 2)

  • einheitlich
  • Barleistungen nur in Ausnahmefällen (z.B.: Krankengeld und Zahnersatz)
  • Kostenerstattung ist wahlweise möglich

Kostenerstattungsprinzip

  • nach dem gewählten Tarif
  • Zahlung eines vereinbarten Tagegeldes

 

 

 

 

 

Kriterien für einen Wechsel von der GKV zur PKV

Sind die rechtlichen Voraussetzungen für einen Wechsel zur PKV gegeben, stellt sich die Frage, ob dieser Wechsel tatsächlich sinnvoll ist. Entscheidend ist die persönliche Einstellung sowie die individuelle Lebenssituation des Interessenten, die in folgenden Fragen zum Ausdruck kommt:

  • Will ich einen auf meinen individuellen Bedarf zugeschnittenen Versicherungsschutz?
  • Will ich einen Versicherungsschutz mit dauerhaft garantierten Leistungen?
  • Will ich meinen Versicherungsschutz meinen geänderten Bedürfnissen (wie Beruf und Familie) anpassen können?
  • Ist es für mich erstrebenswert, durch Selbstbeteiligung, leistungsbezogene Zuzahlungen oder die Übernahme kleiner Arztrechnungen meinen Beitrag direkt zu beeinflussen?
  • Bin ich bereit, mit meinen Ärzten/Zahnärzten auch über Behandlungskosten zu sprechen?
  • Will ich für ein Mehr an Leistungen auch mehr bezahlen?
  • Bestehen gesundheitliche Einschränkungen, Behinderungen oder andere risikoerhebliche Faktoren?
  • Sind deswegen Leistungseinschränkungen oder Beitragszuschläge zu erwarten und akzeptabel?
  • Gibt es Familienangehörige, die in der PKV einen eigenen Beitrag entrichten müssten, oder ist dies in der Zukunft zu erwarten (Familienplanung)?

Wir helfen Ihnen bei der richtigen Wahl gerne weiter. Nehmen Sie Kontakt auf. 

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Echtes Beispiel zur Beitragssteigerung in der Privaten Krankenversicherung im Vergleich zur Gesetzlichen Krankenversicherung

Es gibt sicher einfachere Zeiten für Inhaber einer privaten Krankenversicherung, bei der die Beiträge deutlich erhöht werden und wurden.

Auch ich bin von dieser Erhöhung betroffen und möchte mich dazu äußern.

Die Beitragssteigerungen der letzten Jahre fühlen sich extrem an. Dadurch ist die Verlockung groß, alles auf den Prüfstand zu stellen. Aus dem Grund habe ich einige Zahlen aufbereitet und bin auch bereit mich persönlich absolut transparent zu machen.

Vorab aber folgender Aufruf:

BITTE AUFGRUND DER BEITRAGSSTEIGERUNG AUF KEINEN FALL DEN TARIF WECHSELN! ANDERE TARIFE AUCH ANDERER ANBIETER WERDEN NACHZIEHEN, DAS IST NUR EINE FRAGE DER ZEIT!

In der aufbereiteten Grafik habe ich den Beitragsverlauf meiner eigenen Krankenversicherung neben den Beitragsverlauf der Gesetzlichen Krankenversicherung gestellt.

 

        

Was fällt hierbei auf?

Der Beitrag der Privaten Krankenversicherung nähert sich dem Beitrag der gesetzlichen Versicherung an. In die Betrachtung fließt nicht ein, dass ich in den Jahren Beiträge zurückerhalten habe, wenn ich gesund war. Dies war nur in der PKV in dieser Höhe möglich. Auch ist der Schutz in der Privaten Krankenversicherung in den meisten Bereichen deutlich umfangreicher als in der Gesetzlichen Versicherung. Das Thema Zahnersatz, freie Krankenhauswahl oder Einbettzimmer mit Wahlarztbehandlung gibt es in der GKV gar nicht. Auch ist das Leistungsniveau der Privaten Krankenversicherung vertraglich vereinbart gleichgeblieben. In der Gesetzlichen Versicherung ist dies durch die Reformgesetze der letzten Jahre meist gefallen.

Wenn wir somit nur die reine Beitragsentwicklung miteinander vergleichen, schneidet die Private Krankenversicherung derzeit leider schlechter ab als die Gesetzliche Versicherung. Wenn wir die Leistungsreduzierungen der letzten Jahre in der Gesetzlichen Versicherung einpreisen, ist es fraglich ob dieser Unterschied weiterhin so wäre?

Warum steigen im Augenblick die Beiträge in der privaten Krankenversicherung deutlich?

Faktoren wie die neu eingearbeitet Sterbetafeln, steigende Kosten im Gesundheitssystem und auch die geänderten Renditen auf die Rücklagen mit dem geänderten Rechnungszins wirken sich negativ auf die Beitragsentwicklung aus. Leider werden die daraus resultierenden Beitragssteigerungen in der Privaten Krankenversicherung immer zu 100% auf die Kunden umgelegt und nicht wie in der Gesetzlichen Krankenversicherung durch Milliarden Euro an Zuschüssen aus Steuern (die im übrigen sowohl PKV als auch GKV Versicherte zahlen) aufgefangen.

 

 

Wesentlicher Druck wird derzeit durch die politisch gewollten niedrigen Zinsen auf die Private Krankenversicherung ausgeübt (genau wie die private Altersvorsorge, die Betriebliche Altersvorsorge, …). Für jeden der Schulden hat, sind diese Zinsen gut (Immobilienkäufer, …). Für jeden der Guthaben besitzt, erweisen sich diese Renditen jedoch als schwierig. In der Privaten Krankenversicherung werden Rücklagen gebildet, um im Alter damit die Beiträge bezahlen zu können. Die Alterspyramide, Demographie spielt in der Privaten Versicherung aufgrund dieser Rücklagen keine Rolle. Die gebildeten Rücklagen reichen für das Alter aber allein nicht aus! Es sind mit dem Rechnungszins aus den Rücklagen Renditen erzielt worden, die auch zur Finanzierung genutzt wurden und auch zur Finanzierung genutzt werden sollen. Da der Rechnungszins und die Renditen die von Versicherern am Markt erzielt werden können jedoch nicht mehr der Rendite vor Jahren entsprechen, müssen mehr Rücklagen aus Beiträgen gebildet werden. Somit resultieren aus den niedrigeren Renditen r leider Beitragssteigerungen. Je früher ein Versicherer mit den niedrigeren Renditen kalkuliert, je geringer fallen die Beitragssteigerungen aus. Eine Beitragssteigerung heute, aus diesem Grund, wirkt sich somit positiv für die Zukunft aus.

In dieser Situation Angst vor dem System der Privaten Krankenversicherung zu bekommen wäre fatal. Wir sind schon mitten im Prozess der Ausfinanzierung und haben schon ein gutes Stück geschafft. Die Gesetzlichen Krankenversicherung auf Sicht von 30 Jahren als Alternative zu sehen wäre wohl die falsche Wahl.

In der normalen Statistik geht man davon aus, dass die teureren Jahre in der Krankenversicherung ab ca. dem sechzigsten Lebensjahr einsetzen. Da die gesetzliche Krankenversicherung ohne Rücklagen arbeitet und alles Geld sofort ausgibt, wirkt sich ein höherer Anteil von älteren Versicherten sehr schlecht auf den Beitrag aus (das ist in der Privaten Krankenversicherung ganz anders!)

Heute versuchen wir schon verzweifelt das System am Laufen zu halten und es werden hohe Milliardenbeträge durch Steuermittel zugeschossen. Gleichzeitig werden Leistungen gekürzt und die Arten der Beitragserhebung verbreitert.

 

Diese Finanzierung der Gesetzliche Krankenversicherung wird auf Dauer nicht funktionieren. In den nächsten 30 Jahren wird die Gesetzliche Krankenversicherung mit dem heutigen Leistungsniveau, mit den heutigen Beiträgen nicht mehr finanzierbar sein. Das was wir die letzten Jahre in der Privaten Krankenversicherung an Beitragssteigerung auch aufgrund niedriger Renditen auf Altersrückstellungen schon erlebt haben, wird durch die Entwicklung der Gesetzlichen Krankenversicherung in Zukunft in den Schatten gestellt.

Im Privaten System haben wir schone einen großen Teil geschafft, in der Gesetzlichen Versichereng steht uns noch alles bevor…

Eine Frage beschäftigt natürlich dennoch:

Kann ich nicht wenigstens in einen günstigeren Tarif wechseln?

Antwort:

Teilweise schon! Aber was wird gewonnen? Es wird nur beim Sparen und den Rücklagen gespart. Das führt zu deutlich höheren Beitragssteigerungen in der Zukunft. Unterm Strich schade ich mir mit dem günstigeren Tarif nur selbst.