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Beitragssteigerung Private Krankenversicherung

Montag, 2. November 2020

Macht ein Tarifwechsel Sinn???

Es gibt sicher einfachere Zeiten für Inhaber einer privaten Krankenversicherung, bei der die Beiträge deutlich erhöht werden und wurden. Grundsätzlich gilt dieser Artikel nur für Personen mit einem soliden Krankenversicherungsschutz. Er gilt ausdrücklich nicht für Personen mit Startertarifen. Diese sollten schnellstmöglich in einen soliden Schutz wechseln.

Auch ich bin von dieser Erhöhung betroffen und möchte mich dazu äußern.

Die Beitragssteigerungen der letzten Jahre fühlen sich extrem an. Dadurch ist die Verlockung groß, alles auf den Prüfstand zu stellen. Aus dem Grund habe ich einige Zahlen aufbereitet und bin auch bereit mich persönlich absolut transparent zu machen.

Vorab aber folgender Aufruf:

BITTE AUFGRUND DER BEITRAGSSTEIGERUNG AUF KEINEN FALL DEN TARIF WECHSELN! ANDERE TARIFE AUCH ANDERER ANBIETER WERDEN NACHZIEHEN, DAS IST NUR EINE FRAGE DER ZEIT!

In der aufbereiteten Grafik habe ich den Beitragsverlauf meiner eigenen Krankenversicherung neben den Beitragsverlauf der Gesetzlichen Krankenversicherung gestellt.

Was fällt hierbei auf?

Der Beitrag der Privaten Krankenversicherung nähert sich dem Beitrag der gesetzlichen Versicherung an. In die Betrachtung fließt nicht ein, dass ich in den Jahren Beiträge zurückerhalten habe, wenn ich gesund war. Dies war nur in der PKV in dieser Höhe möglich. Auch ist der Schutz in der Privaten Krankenversicherung in den meisten Bereichen deutlich umfangreicher als in der Gesetzlichen Versicherung. Das Thema Zahnersatz, freie Krankenhauswahl oder Einbettzimmer mit Wahlarztbehandlung gibt es in der GKV gar nicht. Auch ist das Leistungsniveau der Privaten Krankenversicherung vertraglich vereinbart gleichgeblieben. In der Gesetzlichen Versicherung ist dies durch die Reformgesetze der letzten Jahre meist gefallen.

Wenn wir somit nur die reine Beitragsentwicklung miteinander vergleichen, schneidet die Private Krankenversicherung derzeit leider schlechter ab als die Gesetzliche Versicherung. Wenn wir die Leistungsreduzierungen der letzten Jahre in der Gesetzlichen Versicherung einpreisen, ist es fraglich ob dieser Unterschied weiterhin so wäre?

Warum steigen im Augenblick die Beiträge in der privaten Krankenversicherung deutlich?

Faktoren wie die neu eingearbeitet Sterbetafeln, steigende Kosten im Gesundheitssystem und auch die geänderten Renditen auf die Rücklagen mit dem geänderten Rechnungszins wirken sich negativ auf die Beitragsentwicklung aus. Leider werden die daraus resultierenden Beitragssteigerungen in der Privaten Krankenversicherung immer zu 100% auf die Kunden umgelegt und nicht wie in der Gesetzlichen Krankenversicherung durch Milliarden Euro an Zuschüssen aus Steuern (die im übrigen sowohl PKV als auch GKV Versicherte zahlen) aufgefangen.

 

 

 

Wesentlicher Druck wird derzeit durch die politisch gewollten niedrigen Zinsen auf die Private Krankenversicherung ausgeübt (genau wie die private Altersvorsorge, die Betriebliche Altersvorsorge, …). Für jeden der Schulden hat, sind diese Zinsen gut (Immobilienkäufer, …). Für jeden der Guthaben besitzt, erweisen sich diese Renditen jedoch als schwierig. In der Privaten Krankenversicherung werden Rücklagen gebildet, um im Alter damit die Beiträge bezahlen zu können. Die Alterspyramide, Demographie spielt in der Privaten Versicherung aufgrund dieser Rücklagen keine Rolle. Die gebildeten Rücklagen reichen für das Alter aber allein nicht aus! Es sind mit dem Rechnungszins aus den Rücklagen Renditen erzielt worden, die auch zur Finanzierung genutzt wurden und auch zur Finanzierung genutzt werden sollen. Da der Rechnungszins und die Renditen die von Versicherern am Markt erzielt werden können jedoch nicht mehr der Rendite vor Jahren entsprechen, müssen mehr Rücklagen aus Beiträgen gebildet werden. Somit resultieren aus den niedrigeren Renditen leider Beitragssteigerungen. Je früher ein Versicherer mit den niedrigeren Renditen kalkuliert, je geringer fallen die Beitragssteigerungen aus. Eine Beitragssteigerung heute, aus diesem Grund, wirkt sich somit positiv für die Zukunft aus.

In dieser Situation Angst vor dem System der Privaten Krankenversicherung zu bekommen wäre fatal. Wir sind schon mitten im Prozess der Ausfinanzierung und haben schon ein gutes Stück geschafft. Die Gesetzlichen Krankenversicherung auf Sicht von 30 Jahren als Alternative zu sehen, wäre wohl die falsche Wahl.

 

In der normalen Statistik geht man davon aus, dass die teureren Jahre in der Krankenversicherung ab ca. dem sechzigsten Lebensjahr einsetzen. Da die gesetzliche Krankenversicherung ohne Rücklagen arbeitet und alles Geld sofort ausgibt, wirkt sich ein höherer Anteil von älteren Versicherten sehr schlecht auf den Beitrag aus (das ist in der Privaten Krankenversicherung ganz anders!)

Heute versuchen wir schon verzweifelt das System am Laufen zu halten und es werden hohe Milliardenbeträge durch Steuermittel zugeschossen. Gleichzeitig werden Leistungen gekürzt und die Arten der Beitragserhebung verbreitert.

 

Diese Finanzierung der Gesetzliche Krankenversicherung wird in der heutigen Form auf Dauer nicht funktionieren. In den nächsten 30 Jahren wird die Gesetzliche Krankenversicherung mit dem heutigen Leistungsniveau, mit den heutigen Beiträgen nicht mehr finanzierbar sein. Das was wir die letzten Jahre in der Privaten Krankenversicherung an Beitragssteigerung, auch aufgrund niedriger Renditen auf Altersrückstellungen schon erlebt haben, wird durch die Entwicklung der Gesetzlichen Krankenversicherung in Zukunft in den Schatten gestellt.

Im Privaten System haben wir schone einen großen Teil geschafft, in der Gesetzlichen Versichereng steht uns noch alles bevor…

Eine Frage beschäftigt natürlich dennoch:

Kann ich nicht wenigstens in einen günstigeren Tarif wechseln?

Antwort:

Teilweise schon! Aber was wird gewonnen? Es wird nur beim Sparen und den Rücklagen gespart. Das führt zu deutlich höheren Beitragssteigerungen in der Zukunft. Unterm Strich schade ich mir mit dem günstigeren Tarif nur selbst.

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