Berufsunfähigkeit
Montagmorgen. Der Arbeitsplatz neben Ihnen bleibt leer. Aber der Kollege war doch niemals krank? – So oder so ähnlich beginnen viele Geschichten.
Aber Sie sind ja jung, fit und leistungsfähig. Krankheiten und Berufsunfähigkeit sind kein aktuelles Thema für Sie. Das betrifft doch nur andere? Das „Aus“ kommt oft unerwartet.
Die Gründe sind vielfältig und für jede Berufsgruppe gibt es besondere Risiken.
Unfälle sind nur zu ca. 14,44 Prozent der Auslöser einer Berufsunfähigkeit. Unfallversicherungen leisten meistens nur einen kleinen Betrag, abhängig von ihren prozentualen Leistungskatalogen.
Zu 80 Prozent verursachen dagegen Krankheiten und der schleichende körperliche Verfall im Alter (z.B. Rückenbeschwerden, Gicht, Rheuma, Bandscheibenvorfall) ein frühzeitiges Ausscheiden aus dem Beruf.

Die Statistik besagt, dass jeder dritte körperlich tätige Arbeitnehmer und jeder fünfte Büroangestellte im Laufe seines Berufslebens berufsunfähig wird! In der Regel entstehen jetzt riesige Versorgungslücken, welche neben dem körperlichen Leid zusätzlich den finanziellen und den sozialen Abstieg einläuten.
Oder haben Sie genügend finanzielle Rücklagen? Bei einem Nettogehalt von 1.500 Euro im Alter von 27 Jahren beträgt der Einkommensverlust bis zum Rentenalter 720.000 Euro – ohne Gehaltssteigerungen. Die dem Arbeitsleben folgende staatliche Altersrente fällt danach entsprechend dem Zeitraum der Berufsunfähigkeit niedriger aus.
Vielen Menschen fehlt bislang die Vorstellungkraft, was es bedeutet berufsunfähig zu werden. Wie viel Geld bleibt übrig? Was zahlt der Staat? Mit der Rentenreform 2000 ist es beschlossene Sache. Ab dem 01.01.2001 greift die neue Erwerbsminderungsrente. Diese Reform war ein notwendiges Übel wegen der prekären Kassenlage der Sozialversicherung. Für die nach dem 01.01.1961 Geborenen gibt es keinen gesetzlichen Berufsunfähigkeitsschutz mehr. Diese Generation ist ausschließlich auf private Vorsorge angewiesen.
Die staatlich eingeführte Erwerbsminderungsrente bezieht sich auf alle Tätigkeiten, die es auf dem Arbeitsmarkt gibt. Ob und wie viel Erwerbsminderungsrente gezahlt wird, hängt allein vom Restleistungsvermögen des Betroffenen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ab. Die volle Erwerbsminderungsrente kann nur bezogen werden, wenn der Versicherte durch eine Krankheit oder Unfall weniger als 3 Stunden am Tag arbeiten kann.
Ein Bauingenieur kann hier auch auf eine Kassentätigkeit am Schnellimbiss verwiesen werden. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente ist eine fast niemals greifende Grundabsicherung, nur die wenigsten bekommen sie.
Eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung sichert dagegen Ihren aktuell ausgeübten Beruf ab. Privat können Sie hierbei meistens den Großteil ihres Nettoeinkommens absichern und sich so ihren Lebensstandard – Essen, Kleidung, Miete, Auto, Unternehmungen mit Freunden, etc. – absichern.
Fehlt dieser Schutz, so ist Ihre Existenz bedroht.
Unter diesem Gesichtspunkt macht es Sinn, sich die privaten Angebote etwas genauer anzuschauen. Hierbei kommt es besonders auf die Versicherungsbedingung an. Darüber hinaus stellt sich die Frage über die Höhe der Berufsunfähigkeitsrente und dem Rentenendalter.
Ist die Berufsunfähigkeitsversicherung so gestaltet, dass sie bei Berufsunfähigkeit auch wirklich zahlt? Eine vermeintlich günstige Berufsunfähigkeitsversicherung wird zum teuren Verhängnis, wenn sie im Ernstfall nicht leistet. Und manche Gesellschaft will sich mit der "abstrakten Verweisung" oder einigen anderen schwammigen Vertragsklauseln vor der Leistungspflicht drücken. Böse Überraschungen können Sie ausschließen, wenn Sie bei der Berufsunfähigkeitsversicherung auf Vertragsklauseln besonders achten. Hierzu zählen beispielhaft:

Wir stellen fest, dass es immer wichtiger wird, sich umfangreich Gedanken über die persönliche Berufsunfähigkeitsabsicherung zu machen.
Nach dem Bedingungsvergleich stellt sich die Frage über die Höhe der Berufsunfähigkeitsrente und der Laufzeit. Im Falle der Berufsunfähigkeit verliert der Betroffene sein Arbeitseinkommen. Unvorhergesehene Zusatzausgaben, beispielsweise für eine Haushaltshilfe oder höhere Altersvorsorgebeiträge, vergrößern die Finanzlücke zusätzlich.
Um den Lebensunterhalt bei Berufsunfähigkeit weiter bestreiten zu können, sollte die Höhe der Berufsunfähigkeitsrente vergleichbar mit dem aktuellen Lebensstandard sein. Die Berufsunfähigkeitsversicherung sollte so ausgelegt sein, dass sie das Nettoeinkommen ersetzen kann. Besteht die Versicherung einmal einige Jahre, deckt die vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente die tatsächlichen Lebenshaltungskosten oft nicht mehr ab. Denn diese sind durch Gehaltserhöhungen und Inflation gestiegen. Sinnvoll ist daher den Versicherungsvertrag mit einer Dynamik zu versehen. Diese erhöht die Rente ohne erneute Gesundheitsprüfung.
Nicht nur die Rentenhöhe sondern auch das Rentenendalter schlägt sich im Preis für eine Berufsunfähigkeitsversicherung nieder. Tendenziell macht es Sinn, die Berufsunfähigkeitsversicherung auf die Altersrente zu datieren (aktuell Rente mit 67 Jahren). Es gibt aber keine „Vorschrift“ für das Endalter der Versicherung. Wichtig ist, dass das Endalter der Berufsunfähigkeitsversicherung mit dem Anfangsalter der Altersrente Hand in Hand übergeht. Wenn Sie es schaffen ihr Vermögen in kürzerer Zeit aufzubauen und somit schon mit dem Alter 60 finanziell unabhängig sind, braucht die Berufsunfähigkeitsrente auch nur bis zum Endalter 60 datiert zu sein. Dies können Sie mit Hilfe Ihres Beraters durch mathematische Rentenlückenberechnungen herausfinden.
Es kommt jedoch nicht nur auf die Bedingungen an und aus diesem Grund ist ein umfangreiches Filtersystem zu den verschiedenen Anbietern sinnvoll.
Dies könnte wie folgt aussehen:

Erfahrungsgemäß variieren die Preise sehr stark und sind berufsspezifisch unterschiedlich. Es ist wahrscheinlich, dass eine Diplom-Ingenieurin eine andere Gesellschaft auswählt als ein kaufmännischer Fachangestellter obwohl die Rahmenbedingungen vergleichbar sind. Auch das Alter und das Geschlecht haben große Auswirkungen auf den Preis. Somit kann es sehr schnell Verschiebungen bei der optimalen Auswahl geben.
Kontaktieren und testen Sie uns. Wir helfen Ihnen gerne bei allen Fragen zur Berufsunfähigkeit weiter.
Autoren:
Mit-Autor: Alexander Koch



