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Alles auf einen Blick  

Auf dem Weg zur optimalen Sparform

 

Im Allgemeinen hat ein Sparer folgende Ziele:

 

  • Hohe Rendite
  • Hohe Sicherheit
  • Schnelle Verfügbarkeit

 

 

Zunächst müssen wir erkennen, dass keine Anlageform alle Ziele optimal erfüllt. Allein diese Erkenntnis beschert Ihnen eine Menge Geld, wenn Sie sie richtig anwenden:

 

  • Möchten Sie eine hohe Rendite erzielen, müssen Sie höhere Schwankungen und damit eine längere Laufzeit in Kauf nehmen.
     
  • Je mehr Zeit Sie allerdings haben, umso mehr Geld verschenken Sie, wenn Sie weniger schwankende (sogenannte "sichere"), dafür aber niedrig verzinste Anlageformen nutzen.

 

 

Die folgende Grafik stellt den Zusammenhang zwischen Rendite (also Anlageerfolg) und Schwankungen (Volatilität) einer Anlageform dar. Jeder Punkt steht für ein bestimmtes, auf dem Kapitalmarkt erhältlichen Produkt.

 

Zusammenhang zwischen Rendite und Volatilität verschiedener Sparformen.
Bild 1: Exemplarischer Zusammenhang zwischen Rendite und Volatilität verschiedener Sparformen.

 

Wir erkennen unter anderem folgendes:

 

  • Ein Produkt mit 10% p.a. Rendite bei absoluter Sicherheit, das heißt ohne Schwankungen, gibt es nicht!
  • Besitzen Sie eine Anlage mit 5-6% p.a. und haben Sie lange (mehr als 10 Jahre) Zeit, so verschenken Sie Geld, da kurzfristige Schwankungen Ihnen egal sein können, Sie wollen ja erst später das Geld verwenden.

 

 

Den zeitlichen Verlauf der Anlageformen verdeutlicht die nächste Grafik.

 

Wertentwicklung der verschiedenen Anlagen zwischen 1993 und 2004.
Bild 2: Wertentwicklung der verschiedenen Anlagen zwischen 1993 und 2004.

 

Auch hier erkennen wir:
Kurzfristig können manche Anlageformen sogar Verluste einfahren, langfristig sind sie trotz höherer Volatilität anderen Produkten bezüglich der Rendite allerdings deutlich überlegen.

 

Noch ein Beispiel:

Drei Produkte stehen zur Wahl:

  • Sparbuch**
  • Bundesanleihen**
  • Ein gut gemanagter internationaler Aktienfonds

 

Sie wünschen zu drei Zeitpunkten Geld zur Verfügung stehen zu haben:

  • In einem Jahr:
    Hier wären der Aktienfonds und auch die Bundesanleihe denkbar ungeeignet und Sie würden besser das Sparbuch** nutzen.
  • In 5 Jahren:
    Hier ist der Bundesanleihe** der Vorzug zu geben. Das Sparbuch bringt zu wenig Zinsen, der Aktienfonds allerdings schwankt über diesen Zeitraum noch zu stark.
  • 15 Jahren:
    Hier verschenken Sie sowohl mit Sparbuch als auch mit der Bundesanleihe richtig viel Geld, denn der Aktienfonds erweist sich trotz seiner Schwankungen als die Anlageform mit der höchsten Rendite.

 

Kurzfristig sind Schwankungen unerwünscht, langfristig jedoch nicht als negativ zu bewerten.

Fazit:
Der Anlagezeitraum bestimmt in entscheidendem Maße die Wahl der richtigen Anlageform.
Natürlich spielen darüber hinaus auch Ihre persönliche Risikoneigung und die Höhe der Investition eine Rolle.

** Keine Anlageempfehlung, nur Beispiel!

 

 

Die Vielfalt der Investmentfonds
 

 

 

Es gibt nicht den Investmentfonds, sondern eine große Anzahl von Fonds mit sehr unterschiedlichem Charakter (Renditeerwartungen, Schwankungsbreite etc.).
Damit ist auch ein bestimmter Investmentfonds nicht für jedes Anlageziel, für jeden Anlagehorizont und für jeden Anlegertyp eine geeignete Sparform.

Grundsätzlich jedoch genießen Investmentfonds entscheidende Vorteile gegenüber einer Direktanlage:

 

  • Streuung / Risikodiversifikation
    Sie legen nicht alle Eier in einen Korb.
  • Kapitaleinsatz
    Sie beteiligen sich mit bereits kleinen Beträgen an einer Vielzahl von attraktiven Einzelinvestments.
  • Professionelles Management
    Sie profitieren vom Einsatz von Zeit, Wissen, Marktübersicht und Erfahrung vieler Experten.

 

 

Beispielhaft seien die folgenden Arten von Investmentfonds genannt:

 

  • Geldmarktfonds
  • Offene Immobilienfonds
  • Rentenfonds
  • Mischfonds
  • Aktienfonds

 

 

Auch innerhalb der o.g. Kategorien gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Anlageschwerpunkte und Managementansätze, die bei der Auswahl einer geeigneten Alternative zwingend zu beachten sind.

 

Die Sicherheit:
(bei registrierten Investmentfonds)

 

  • Strenge Investment-Gesetzgebung, deren Einhaltung behördlich überwacht wird.
  • Investitionen der Fonds in Einzelunternehmen sind auf 5% des Fondsvermögens begrenzt.
  • Fonds dürfen maximal 10% der Aktien eines Unternehmens erwerben.
  • Fondsvermögen sind Sondervermögen bei den Depotbanken und kann von den Banken nicht angetastet werden.

 

 

Registrierte Investmentfonds unterstehen einer strengen Investment-Gesetzgebung.

 

  • In Deutschland: Kapitalanlagegesetz und Auslandsinvestmentgesetz
  • In den USA: Investment Company Act
  • Die Einhaltung der Investmentgesetzgebung wird überwacht
    in Deutschland durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin)
    in den USA durch die Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Comission)
  • Registrierte Investmentfonds gibt es in den USA seit 1924 und in der Bundesrepublik seit 1950 (ADIG)

 

 

IOS beispielsweise war kein registrierter Investmentfonds.
Der IOS- Skandal Ende der 60iger Jahre war möglich, weil IOS den Sitz auf den Bahamas hatte. Dort gab es damals und gibt es heute keine Investmentgesetzgebung und keine Kontrolle. IOS konnte tun, was IOS wollte. Das war der eigentliche IOS - Skandal.

Keine Skandale bei registrierten Fonds:

 

  • 1974: Das Bankhaus Herstatt ging in Konkurs, weil sein Devisenhändler Dany Dattel sich verspekuliert und das Bankhaus ruiniert hat. Das Bankhaus Herstatt hatte eine Tochtergesellschaft die Investmentfonds verwaltete. Das Sondervermögen dieser Investmentfonds war vom Herstatt Konkurs nicht betroffen. Diese Fonds gibt es heute noch: die Gerling Fonds.
  • 1985: Das Bankhaus Schröder, Münchmeyer, Hengst & Co. geriet in Schwierigkeiten, weil Graf von Gahlen Dinge gemacht hat, die ein Banker nicht machen sollte. Er wurde zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt. Die SMH Bank hatte eine Investmentfondsgesellschaft. Die Bank wurde von einer englischen Gruppe übernommen und die SMH-Fonds gibt es heute noch.
  • 1995: Die Barings Bank geriet in Schwierigkeiten, weil Nick Leeson der Bank mit Derivaten große Verluste eingehandelt hat. Die Bank wurde von einer holländischen Gruppe übernommen. Barings verwaltete Investmentfonds in Höhe von ca. 30 Mrd. Pfund. Die Barings - Investmentfonds haben unter den Spekulationen von Nick Leeson nicht gelitten, weil Investmentfonds nicht Vermögenswerte der Bank, sondern Sondervermögen sind.

 

 

 

Die Auswahl der richtigen Sparform
 

 

 

Weniger gut: "Da gibt's jetzt ein tolles neues Produkt, das Sie unbedingt haben müssen ..."

Besser: Eine Vorgehensweise, bei der das Produkt nicht von vornherein feststeht, sondern sich nach gründlicher Analyse und unabhängiger Auswahl ergibt.

Erster Schritt:

Bestimmen des ANLAGEHORIZONTs
(Wann sind Sie frühestens wieder auf das Geld angewiesen, wann muss welche Summe spätestens zur Verfügung stehen?)

und

Berücksichtigung der persönlichen RISIKONEIGUNG

 

Zweitens:

Berücksichtigung der ANLAGESUMME
(Welche Sparform / welche Gesellschaft / welcher Fonds kommt in Frage?)

und

Einbetten in ein GESAMTkonzept
(Abstimmung vorhandener Sparformen aufeinander, evtl. Berücksichtigung steuerlicher Aspekte bei größeren Vermögen und Einkommen.)

 

Und schließlich:

Auswahl eines bewährten MANAGEMENTs
(Keine "Eintagsfliegen")

Wichtig: Nicht neuen / neu aufgelegten Produktkonstruktionen "hinterherrennen"!

 

Sind Sie an einer langfristigen und soliden Geldanlage interessiert? Wir helfen Ihnen gerne weiter!

 

Letzte Aktualisierung: Mai 2005
Autor: Michael Bergmann